Bleiberecht jenseits des Nationalstaats – Kämpfe um Sanctuary Policy in den USA

Ein Vortrag von Janika Kuge in der Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 14. Oktober 2026.

In den USA leben Millionen Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus. Sie sind Teil der Gesellschaft, arbeiten, leben und organisieren ihren Alltag – und sind zugleich von Kontrolle und Abschiebung bedroht. Doch Migrationspolitik wird nicht nur auf Bundesebene gemacht: In Städten und Bundesstaaten entstehen auch Regelungen, die den Zugang der Migrationsbehörden begrenzen und Abschiebungen erschweren sollen.

Sogenannte Sanctuary Policies beschränken die Zusammenarbeit lokaler Behörden und Polizeien mit der Migrationskontrolle. Über die Hälfte der US-Bevölkerung lebt inzwischen in solchen Sanctuary Jurisdictions. Aber wie entstehen diese Politiken, wie können sie Bestand haben – und welchen Widerstand rufen sie hervor? Darum geht es in Janika Kuges Buch „Bleiberecht jenseits des Nationalstaats. Kämpfe um Sanctuary Policy in den USA“. Anhand von Fallstudien aus Kalifornien, Arizona und Texas untersucht sie Sanctuary Policies als Kämpfe um ein subnationales Bleiberecht.

Janika Kuge arbeitet als Geographin an der Universität Frankfurt und hat ihr Buch im Rahmen der Jour-Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vorgestellt. Den Vortrag hört ihr in dieser Folge.

Foto: privat

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